Räumliche Nähe ist hilfreich. Vergleichbarkeit ist wichtiger.
Wohnung ist nicht Haus
Eigentumswohnung, Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus und Grundstück sprechen unterschiedliche Käufer an. Finanzierung, Nutzung, laufende Kosten und Vermarktung unterscheiden sich. Ein Stadtdurchschnitt vermischt deshalb oft Dinge, die getrennt betrachtet werden sollten.
Ähnlich heißt mehr als gleiche Quadratmeter
Für einen sinnvollen Vergleich zählen unter anderem Lage, Grundstück, Wohnfläche, Baujahr, Zustand, Nutzungsmöglichkeiten und der Zeitpunkt des Verkaufs. Amtliche Regeln zum Vergleichswert verlangen deshalb hinreichend übereinstimmende Grundstücksmerkmale und zeitliche Nähe.
Angebot ist noch kein Verkauf
Ein Inserat zeigt, welchen Preis jemand verlangt. Die Kaufpreissammlungen der Gutachterausschüsse beruhen dagegen auf beurkundeten Verträgen. Beide Informationen können interessant sein, beantworten aber unterschiedliche Fragen.
Drei Fragen, die Sie weiterbringen
- Stimmen Immobilienart, Nutzung und Käufergruppe wirklich überein?
- Wie ähnlich sind Lage, Größe, Baujahr und Zustand?
- Handelt es sich um einen Angebotspreis oder um einen tatsächlich beurkundeten Kaufpreis?
Vergleichen Sie Ihre Immobilie nicht mit dem Durchschnitt einer ganzen Stadt. Fragen Sie zuerst: Welche tatsächlich ähnlichen Objekte hatten dieselben Käufer – und wurden in einer vergleichbaren Marktphase verkauft?
Quellen · Stand 05.09.2026:
- § 25 ImmoWertV – Vergleichspreise
- § 195 BauGB – Kaufpreissammlung
- Gutachterausschuss Berlin – Immobilienpreis-Info und Teilmärkte
- Gutachterausschüsse Brandenburg – Grundstücksmarktberichte
Allgemeine Information, keine Bewertung eines Einzelfalls.